Aufgrund des natürlichen Wuchses ergeben sich unterschiedliche Eigenschaften des Holzes in Längs- und Querrichtung, daher ist Holz ein anisotroper und inhomogener Werkstoff. Fast alle Holzeigenschaften unterscheiden sich axial, tangential und radial.

Der Aufbau des Holzes ist in Längsrichtung des Stammes vergleichbar mit einer Röhrenstruktur. Die mechanischen Eigenschaften Faserrichtung (Zug und Druck) sind daher erheblich besser als quer zur Faser.
Dies bewirkt außerdem das ungleichmäßige Schwinden des Holzes bei der Trocknung.

 

Rinde – besteht aus Borke und Bast und schützt das Splintholz mit der äußeren Wachstumsschicht (Kambium). In diesen Schichten findet die Wasserleitung und Wasserspeicherung sowie der Nährstofftransport statt.

Splintholz – ist das junge und aktive unter dem Kambium. Die Kapillaren des Splints leiten Wasser und Salze in die Baumkrone und speichern Zucker und Stärke. Bei einigen Baumarten verwandelt sich das Splintholz, mit zunehmendem Alter, in Kernholz.

Kernholz – ist bei einigen Baumarten im Stammquerschnitt die nicht mehr aktive, meist dunkle, innere Zone, welche sich deutlich vom Splintholz unterscheidet. Kernholz ist totes Holz, das heißt der Baum unterbricht die Verbindungen zu den Zellen und lagert andere Inhaltsstoffe in die Zellen, wodurch die Zellwände imprägniert und die Dauerhaftigkeit des Holzes erhöht wird.

Echte Kernholzbäume sind z.Bsp.: Kiefer, Eiche, Edelkastanie, Douglasie, Lärche

Mark – befindet sich in der Mitte des Stammes und sind verholzt bzw. verdickt. Im Winter wird das Stärkemehl in den Zellen eingelagert.

Nach der Wachstumsunterbrechung im Winter oder in der Trockenzeit werden als erstes die Nährstoffe verbraucht, die in den Zellen vor der Ruhephase angelegt wurden (März bis April). In der darauffolgenden Phase des Wachstums (Mai bis Juli) entsteht das Frühholz.
Dabei bildet sich eine oftmals hellere Zuwachszone mit weichem, dünnwandigem Gewebe, welches dem Baum einen schnellen Transport, von Wasser und Mineralien ermöglicht. Damit wird der Blattaustrieb und die Blütenbildung gewährleistet.

Da das Frühholz weicher und dünnwandiger als das Spätholz ist, ist es mechanisch nicht sehr fest.

Bei Nadelbäumen variiert der Frühholzanteil stärker als der Spätholzanteil, dass heißt unter guten Wachsttumsbedingungen wird mehr Frühholz gebildet. Dadurch ist schnell gewachsenes Nadelholz weicher als langsam gewachsenes.

 

 

Jedes Jahr wächst der Stamm eines Baumes um einen Jahrring, welcher je nach Klimabedingungen unterschiedlich groß ausfällt.
Ein Jahrring besteht aus weichem, dünnwandigem Frühholz und härterem, dickwandigem Spätholz, welches bei Nadelholz dunkler ist.
Durch die Wachsttumsunterbrechung im Winter entsteht eine gut sichtbare Grenzlinie, wodurch die Jahrringe gut gekennzeichnet sind.

… ist die Wachstumsschicht zwischen der Splintholzschicht und der Rinde

… der bedeutendste biogeochemische Prozess unserer Erde. Es ist die Bildung organischer Stoffe durch unser Sonnenlicht. (oxygene = sauerstofffreiwerdende)

In der dritten Wachstumsphase, der Depositionsphase (lat. depositio, „das Ablegen“), wird ein dichteres Gewebe gebildet, welches hauptsächlich für Tragfähigkeit des Baumes verantwortlich ist. Die oftmals dunklere Farbe des Spätholzes, wird durch eine höhere Lignineinlagerung verursacht.